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Am 2. Februar steht der öffentliche Verkehr in Deutschland wieder still. Fast überall.

01.02.2026 00:51

Warum es überhaupt zum Streik kommt

Ausgerufen wurde der Streik von Ver.di, einer der größten und einflussreichsten Gewerkschaften in Deutschland. Sie vertritt Beschäftigte im Dienstleistungsbereich – unter anderem im öffentlichen Nahverkehr.

 Die Forderungen sind eigentlich ziemlich bodenständig:

  • höhere Löhne (die Preise sind schließlich längst gestiegen),
  • weniger Überstunden,
  • menschlichere Arbeitszeiten,
  • geringere Belastung,
  • insgesamt bessere Arbeitsbedingungen.

 Viele Beschäftigte sagen: Das System läuft seit Jahren auf Verschleiß. Zu wenig Personal, hoher Stress, Verantwortung für Tausende Fahrgäste – und dafür eine Bezahlung, die einfach nicht mehr passt.

Wie groß der Streik wirklich ist

Das Ganze hat eine ordentliche Dimension:

  • rund 100.000 Beschäftigte,
  • etwa 150 Verkehrsunternehmen,
  • 15 von 16 Bundesländern betroffen.

Niedersachsen ist die einzige Ausnahme – dort findet kein Streik statt.

 In allen anderen Regionen wird der Nahverkehr entweder komplett eingestellt oder nur sehr eingeschränkt angeboten. Fahrpläne sind an diesem Tag eher eine grobe Orientierung als eine verlässliche Zusage.

Welche Verkehrsmittel nicht betroffen sind

Ein wichtiger Punkt – also erst mal keine Panik.

 Die Deutsche Bahn hat offiziell erklärt:

  • Fernverkehrszüge (ICE, IC, EC) nehmen nicht am Streik teil,
  • auch viele Regional- und S-Bahnen fahren weiter, da deren Personal nicht von Ver.di vertreten wird.

 Trotzdem sollte man sich einstellen auf:

  • überfüllte Züge,
  • Verspätungen,
  • schwierige Anschlüsse.

 

Wo es besonders problematisch wird

Am stärksten betroffen sind:

  • 🚋 Straßenbahnen
  • 🚇 U-Bahnen
  • 🚌 Stadt- und Regionalbusse

 

Vor allem in großen Städten und Ballungsräumen wird man den Streik deutlich spüren – dort ist der öffentliche Nahverkehr schlicht unverzichtbar.

Was das für ganz normale Menschen bedeutet

Ganz ehrlich: Es wird ein anstrengender Tag.

 Möglich sind:

  • Verspätungen bei Arbeit oder Schule,
  • kurzfristige Homeoffice-Lösungen,
  • Probleme mit Kitas und Schulen,
  • lange Staus,
  • hohe Nachfrage (und Preise) bei Taxis und Carsharing.

 Wenn du in NRW, Bayern, Hessen oder Berlin lebst, solltest du den Streik auf keinen Fall ignorieren. Der Plan „ich fahre einfach wie immer“ kann sehr schnell scheitern.

Was man im Vorfeld tun kann

Ein paar einfache, aber wirklich sinnvolle Tipps:

  • die Website deines Verkehrsunternehmens checken,
  • prüfen, ob Regionalzüge in deiner Gegend fahren,
  • wenn möglich Homeoffice vereinbaren,
  • alternative Routen überlegen,
  • früher losfahren als sonst,
  • Fahrgemeinschaften mit Kolleg:innen oder Freunden bilden.

Warum solche Streiks immer häufiger werden

In Deutschland sind Streiks kein Chaos, sondern ein legales Mittel, um Druck auszuüben. Und dass sie zunehmen, hat klare Gründe:

  • massiver Personalmangel,
  • ein überlastetes System,
  • Löhne, die nicht zur tatsächlichen Belastung passen,
  • eine spürbare Krise im öffentlichen Nahverkehr.

 Ja, für Fahrgäste ist das unbequem. Manchmal extrem nervig. Aber für die Beschäftigten ist es oft der einzige Weg, überhaupt gehört zu werden.

Kurz zusammengefasst

📅 2. Februar 2026

  • 🚫 starker Ausfall im städtischen Nahverkehr
  • 🗺 fast ganz Deutschland betroffen
  • 🚆 Deutsche Bahn – nicht beteiligt
  • ⚠ erhebliche Einschränkungen beim Reisen möglich

Der Streik am 2. Februar ist mehr als nur ein „unangenehmer Tag“. Er zeigt, dass es im deutschen Nahverkehr grundlegende Probleme gibt. Für Fahrgäste heißt das: gut planen und Geduld mitbringen. Für die Beschäftigten geht es um faire Bedingungen – und darum, dass das System überhaupt langfristig funktionieren kann.

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